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Wir schreiben gegen das Vergessen.

23. Sept.
2 Min. Lesezeit

In der heutigen schnelllebigen News-Zeit, ist es schwierig, ein Medium zu erschaffen, welches den Leserinnen und Lesern / Zuschauern gerecht wird. Auch wir haben uns intensiv in den letzten Monaten Gedanken dazu gemacht, wo wir unseren Schwerpunkt ansetzen möchten. Unsere Arbeit ergibt sich aus der Tatsache, dass in den letzten Jahren die Flut rechter Meinungsmacher, Hetzblätter und sogenannten «Gonzo-Journalismus» enorm gewachsen ist. Die Frage nach der politischen Positionierung stellte sich uns nicht, da eine menschenfreundliche und antifaschistische Haltung nichts mit Politik zu tun hat, sondern eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft sein sollte. Unsere Redaktion und ihre Journalisten verstehen dies auf jeden Fall so. Der täglichen Flut von Hass und Hetze im Internet eine Gegenstimme zu geben, erachten wir mehr als nur notwendig. Dem Faschismus und dem Hass ein Gesicht geben, sie raus aus der Anonymität holen, ist keine neue Art von "Doxing" oder Blossstellung. Es ist auch kein Pranger, sondern eine Notwendigkeit der Gesellschaft, zu zeigen, wo in einer Demokratie die «Feinde» sind und wie die Gefahr aussieht.


"Man darf ja nichts mehr sagen!"

Das Paradoxe an unserer Arbeit besteht darin, denen, die lautstark glauben, heute ja nichts mehr sagen zu dürfen, eine Plattform zu geben und sie gleichzeitig zum Schweigen zu bringen.


Faschismus ist keine Meinung!

Die Schwierigkeit liegt darin, zwischen einer "Meinung" und einer Straftat zu unterscheiden. Der Artikel 16. Die Bundesverfassung in der Schweiz nennt dazu 3 Punkte: 1. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.2 Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.3 Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten. Dieses Recht beinhaltet jedoch nicht, andere Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder geschlechtlichen Zuordnung zu beleidigen, herabzusetzen oder zu bedrohen. Wer dies trotzdem tut, muss mit juristischen Konsequenzen rechnen. Unsere Arbeit zielt darauf ab, solches Verhalten öffentlich sichtbar zu machen und dafür zu sorgen, dass dies nicht vergessen wird.


Jedes Mittel recht?

Nein! REC TV ist nicht an Schlagzeilen oder Klicks interessiert. Dennoch bedienen wir uns eines Stilmittels, das in der heutigen Bildsprache der User vor allem in den sozialen Medien gelesen und verstanden wird. Nicht reisserisch, aber immer entlarvend. Wir reduzieren auf das Wesentliche und versuchen, einzuordnen. Wir halten uns an die journalistischen Standards und halten uns an den Pressekodex.


Kein Gesicht, keine Verantwortung?

REC TV verzichtet aktuell auf Portraits unserer Journalisten. Wir möchten unsere Geschichten unabhängig und weg von den heute viel zu oft emotionalisierten Diskussionen erzählen. Da wir investigativ arbeiten, ist uns zudem der Schutz unserer Mitarbeiter sehr wichtig. Unsere Journalisten arbeiten ehrenamtlich und sind keinem Geldgeber verpflichtet. Trotzdem oder genau deswegen sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und passen unsere art wie wir arbeiten den entsprechenden Gegebenheiten an.


 
 
 

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